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Friedenstaube
- die Auszeichnung für kirchliche Einrichtungen -

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden (Lk 2,14)


Im persönlichen Leben (Straßenverkehr, Arbeitsplatz) und in der großen Politik (Völker, Religionen) kommt es immer wieder zu Konflikten. Viele Menschen fragen: Was können wir tun, um Konflikte ohne Gewalt zu beenden?

Welche praktischen Schritte vor Ort können wir tun, um etwas zum Frieden – im Kleinen wie im Großen – beizutragen? Wie lernt man Zivilcourage? Wie kann man, sich selbst und andere Menschen ohne Gewalt zu schützen?

Als kirchliche Einrichtung haben wir einen Friedensauftrag. Deshalb wurde die Auszeichnung FRIEDENSTAUBE entwickelt. Jede kirchliche Einrichtung kann sich um diese Auszeichnung bewerben.

Das Friedenspfarramt der Landeskirche prüft den Antrag zusammen mit einem hierfür eingesetzten Gremium. Die FRIEDENSTAUBE wird in einem feierlichen Rahmen überreicht. Sie gilt für fünf Jahre.

Als kirchliche Einrichtung verpflichten wir uns...

(1.) zwei Veranstaltungen (Gottesdienste, Vorträge ...) im Jahr zum Thema Frieden zu durchzuführen,

(2.) auf je 500 Mitglieder eine ehrenamtliche Person zu benennen, die Kompetenzen im Bereich Streitschlichtung, Mediation oder Zivilcourage hat. Diese Person hat einen entsprechenden Kurs von mindestens 30 Stunden besucht.

(3.) in unseren Veröffentlichungen einmal im Jahr ein Artikel über den Themenbereich Gewalt und Frieden zu veröffentlichen,

(4.) dass jede unserer Gruppen sich selbständig überlegt, was sie einmal im Jahr zum Thema Frieden beitragen kann,

(5.) dass wir Medien, in denen es um den Frieden und Gewaltlosigkeit geht (Bücher, Filme oder Kunstwerke) bevorzugt anschaffen und bereit stellen.

(6.) dass wir keine Militärkapellen und - orchester bei unseren Veranstaltungen und in unseren Räumen auftreten lassen.

Jede Kirchengemeinde und kirchliche Einrichtung kann den Antrag auf Zertifizierung stellen. Eine unabhängige Kommission prüft den Antrag. Das Zertifikat (Urkunde, Schild) wird in einem feierlichen Rahmen überreicht.

Falls eine kirchliche Einrichtung, die bereits die Auszeichnung FRIEDENSTAUBE hat, fragt, was sie weiter für den Frieden tun könnte, steht das folgende Konzept zur Verfügung.

Die FRIEDENSTAUBE in Gold - die zweite Stufe der Auszeichnung -

Kirchliche Einrichtungen, die bereits mit der einfachen „Friedenstaube“ ausgezeichnet wurden, können sich darüber hinaus um die FRIEDENSTAUBE IN GOLD bewerben. Ein unabhängiges Gremium prüft den Antrag.

Als kirchliche Einrichtung verpflichten wir uns...

1.ein Prozent unseres Haushaltes für „Friedensarbeit“ einzusetzen,

2.keines unserer Projekte von Firmen sponsern zu lassen, die einen hohen Rüstungsanteil haben,

3.öffentlich darüber zu sprechen, falls sich in unserem Umkreis eine Firma mit einem hohen Rüstungsanteil befindet,

4.unseren Mitgliedern davon abzuraten, beim Militär oder in der Rüstungsindustrie zu arbeiten. Aber Menschen, die dennoch dort arbeiten, sind in unserer Einrichtung herzlich willkommen!

5.einmal im Jahr zwei Vertreter/innen auf ein überregionales, friedenspolitisches Treffen entsenden. Oder auf eine entsprechende Fortbildung.

= = = == = = = = = Stand: 23.06.2014 = = = = = = = = = =

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